Dystopie,  Rezension

Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele

Handlung:

Vor langer langer Zeit erhob sich das Land Panem. Man erzählt, es habe sich aus den Trümmern Nordamerikas formiert und dem Ort zu neuem Glanz verholfen. Dieser Glanz könnte Katniss nicht ferner sein. Sie lebt am Saum des letzten und ärmsten Distriktes, allein mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Prim. Essen ist rar. Ihr Dasein ist der Gegenentwurf zum Kapitol, wo der Sitz der Regierung ist. Katniss weiß das und doch hat sie es schon lange aufgegeben, diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Denn wer sich auflehnt, riskiert sein Leben und damit auch das Leben derer, die zurückbleiben.

Katniss macht das Beste aus der Situation. Zusammen mit ihrem Kumpel Gale jagt sie im Wald, verkauft das geschossene Wild auf dem Schwarzmarkt. Jeden Tag könnte sie dafür hingerichtet werden, doch das Besorgen frischer Ware sichert ihr die Gunst der Mächtigen. Alles was sie tut, tut sie für Prim. Die kleine Schwester, die jeder im Distrikt gernhat, die sie mit allen Mitteln schützt.

Deshalb ist Katniss unbesorgt, als die Hungerspiele nahen. Jährlich werden für diese zwei Kandidaten pro Distrikt ausgelost, die sich in der Arena einem Kampf auf Leben und Tod stellen müssen. Katniss Name ist vielfach in der Lostrommel, Primroses nur ein einziges Mal. Doch gegen alle Wahrscheinlichkeit wählt man das 12- jährige Mädchen für die mehrtägigen Hungerspiele aus. Katniss zögert keine Sekunde. Sofort meldet sie sich freiwillig, um den Platz ihrer Schwester einzunehmen. Sie weiß, dass sie nie zurückkehren wird, zu grausam sind die Handlungen, die sich Jahr für Jahr in der Arena zutragen. Denn am Ende darf nur einer der Kandidaten überleben.

Und trotzdem betritt sie zusammen mit Peeta, ein weiterer Junge aus Distrikt 12, den Ort des Grauens. Ein riesiges Areal, designt und gesteuert von professionellen Spielemachern. Von jetzt an ist jeder auf sich allein gestellt. Obwohl Peeta und Katniss Feinde sein müssten, rettet er ihr das Leben. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen – oder spielt er sein ganz eigenes Spiel mit ihr?

Meinung:

Dieses. Buch. Ist. Einfach. Nur. WOW!!!! Ich habe Katniss starken und mutigen Charakter von Anfang an geliebt. Es fängt schon damit an, dass sie alles, wirklich alles für ihre Schwester tut. Selbst ihr eigenes Todesurteil unterschreiben, indem sie freiwillig in die Arena geht. Das fand ich unglaublich selbstlos. Auch danach ist ihr Wesen stets von Kampfgeist geprägt. Ehrgeizig nutzt sie das Trainingslager im Kapitol für die Vorbereitung, perfektioniert ihre Kunst des Bogenschießens. Stets an der Seite von Peeta, der ebenfalls so manches Können vorweisen kann.

Peeta. Irgendwie war ich mir immer nicht so sicher, was ich von ihm halten soll. Eigentlich hatte ich von Anfang an viel Sympathie für den Bäckersjungen, der der hungernden Katniss einst heimlich ein Brot schenkte. Auch jetzt während des Trainings ist Peeta zuvorkommend, super nett und stets ein wenig schüchtern. Teilweise erweckt er sogar den Eindruck, er könne in Katniss verliebt sein. Katniss hingegen ist misstrauisch. Sie denkt, dass er ihr Vertrauen gewinnen, missbrauchen und sie dann kaltherzig in der Arena töten will. Dieses Misstrauen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, bis Peeta in der Arena etwas komplett Unerwartetes tut. Da geriet auch ich ernsthaft in Zweifel, ob man dem harmlos wirkenden Jungen wirklich trauen kann.

Das Leben im Kapitol ist völlig neu für Katniss. Jeder Tag ist angefüllt mit abertausenden Eindrücken bunten Farben und unvorstellbarem Luxus. Es ist der komplette Gegenentwurf zu ihrem Leben im Saum und gerade das macht den Ort für sie spannend. Susanne Collins zeichnet alles so detailliert und liebevoll, jedes Wort aus ihrer Feder verbildlichte sich in meinem Kopf. Gerade die Beschreibungen der außergewöhnlichen Speisen haben mich immer wieder schmunzeln lassen und, ja, auch meinen Appetit geweckt 😉. Gleichzeitig hat es mich unglaublich wütend gemacht, in welchem Überfluss die Menschen im Kapitol leben. Es ist für all die Bürger, die in den Distrikten Hunger leiden, ein Schlag ins Gesicht.  

Auch in der Arena hat Susanne Collins Schreibstil brilliert. Sie packt die düstere Stimmung, die grausame Szenerie, all das Leid, was geschieht, ausdrucksstark in jede Zeile, lässt den Lesenden immer mehr schaudern. Die Gefahr, die ab der ersten Sekunde über Katniss schwebte, wurde fast greifbar. Ich habe jede Sekunde mit Katniss mitgefiebert, so gehofft, dass sie es sein wird, die nach Hause zurückkehren kann.

Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass dafür Kandidat für Kandidat grausam durch die Hand eines anderen ums Leben kommen muss. Ich fand das Prinzip der Hungerspiele einfach nur unmenschlich. Warum macht das Kapitol so etwas? Warum reißt es Kinder aus ihren Familien, damit diese in gigantischen Life-Übertragungen vor den Augen der Zuschauer sterben? Warum lässt es diese Kinder morden und sogar Kannibalismus betreiben?  Meine Wut auf das Kapitol wuchs immer mehr und nicht nur meine. Auch Katniss rebelliert durch kleine Gesten, die aber großes verändern sollen…

Ich wünsche mir nur, mir würde etwas einfallen, wie…wie ich dem Kapitol zeigen kann, dass sie mich nicht besitzen. Dass ich mehr bin als eine Figur in ihren Spielen. – Peeta

Fazit:

Die Tribute von Panem-Tödliche Spiele ist eine spannungsgeladene Geschichte mit einer starken Protagonistin. Gerade die dystopische Szenerie hat mich an die Seiten gefesselt, stets im Zwiespalt zwischen Aufregung und Grauen. Ein absolutes Meisterwerk, das ich nie vergessen werde. Ich bin schon sehr gespannt, was mich im 2. Teil erwartet.

Ihr habt das Buch ebenfalls gelesen? Dann würden wir super gerne erfahren, was ihr zu der Geschichte denkt:

🍞Was war dein erster Eindruck von Peeta?
✨Welche Szene im Buch mochtest du am liebsten?
🏹Was war deiner Meinung nach die mutigste Handlung von Katniss?
🥘Was ist dein Lieblingsessen aus dem Kapitol?
💔Wie stehst du zu Katniss Entscheidung, Peeta falsche Gefühle vorzuspielen?

Schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare und verseht eure Antworten mit dem passenden Emoji 😂

Fakten:

TitelDie Tribute von Panem – Tödliche Spiele
AutorinSusanne Collins
VerlagOetinger
Erscheinungsjahr2012
Seitenzahl416 (je nach Ausgabe)
Band 1
Preis24,00 (je nach Ausgabe)

Eure Jasmina

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